Was HIMA mit überlaufenden Tanks zu tun hat

News


Bei der Führung durch die Produktion bekommen die Studierenden ein genaues Bild über die Abläufe.

Bei der Führung durch die Produktion bekommen die Studierenden ein genaues Bild über die Abläufe. © HIMA Paul Hildebrandt GmbH

Buncefield, England, 2005: Ein Treibstofflager in der Nähe von London läuft über. Ein Funke reicht aus, und die Anlage explodiert. Es gibt Schwerverletzte. 20.000 Beschäftigte verlieren ihre Anstellung. Der wirtschaftliche Schaden beläuft sich auf etwa 100 Millionen Pfund. Zehn Jahre später und 600 Kilometer weiter südöstlich erfahren Studierende der Hochschule Kaiserslautern bei einem von der VDE-Hochschulgruppe initiierten Besuch, was Unfälle wie dieser mit HIMA zu tun haben.

„Wie schützt man einen Tank vor dem Überlaufen?“ Peter Sieber, General Manager Global Sales von HIMA, erklärt den Studierenden, was die Tanklager von Buncefield in der Praxis davor bewahrt hätte. Schnell wird klar: Bei HIMA dreht sich alles um Funktionale Sicherheit. Wie das Unternehmen zum weltweit führenden Spezialisten für sicherheitsgerichtete Automatisierungslösungen wurde, erfahren die Studierenden aus erster Hand vom geschäftsführenden Gesellschafter Steffen Philipp, der zusammen mit CEO Sankar Ramakrishnan einen Einblick in die Geschichte, familiäre Leitkultur und internationale Aufstellung von HIMA gibt.

Nach einer Führung durch die Produktion können sich die Studierenden anschauen, wie eine Abnahme funktioniert. Dabei steht die wesentliche Erkenntnis des Tages im Mittelpunkt: Bei HIMA wird getestet, getestet und wieder getestet. Dazu Steffen Philipp: „Beim Thema Sicherheit gibt es keine Kompromisse.“ So ist es nur nachvollziehbar, dass die Kundenabnahme bei Großprojekten auch mal mehrere Wochen in Ansprung nehmen kann. Produkte und Lösungen verlassen HIMA erst, wenn 100 Prozent Sicherheit gewährleistet werden kann. Als Highlight des Tages steht im hauseigenen Trainingscenter die Programmierung einer Sicherheitssteuerung mit HIMAs Engineering-Tool SILworX auf dem Programm.

Wie wird man nun ein Sicherheitsspezalist? Klaus D. Mittorp, Head of Human Resources, gibt zum Abschluss des Besuchs einen Einblick in die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten, die HIMA Studierenden und Absolventen bietet. Besonders Ingenieure und Absolventen der Elektrotechnik werden bei HIMA gesucht. Dabei legt der Personalchef vor allem Wert darauf, „dass Sie bei HIMA nicht nur an unsere Lösungen denken, sondern daran, dass wir unsere Werte als Familienunternehmen leben und dieses Versprechen jeden Tag neu einlösen.“

Sowohl für HIMA als auch für die Studierenden war der gegenseitige Austausch ein Erfolg. „Der heutige Ausflug in die Funktionale Sicherheit war nicht nur überaus spannend, sondern zeigte den Studierenden auch gänzlich neue Möglichkeiten für ihre berufliche Zukunft auf“, sagte Prof. Sven Urschel von der Hochschule Kaiserslautern, Betreuer der Hochschulgruppe, am Rande der Veranstaltung. „Mit HIMA haben wir einen sehr guten Partner gefunden und würden mit der Hochschulgruppe jederzeit wiederkommen“, ergänzte er.